Afghanistan 2001 – 2003

In den Sommermonaten der Jahre 2001 – 2003 verbrachte ich einige Wochen jeweils in Afghanistan. Zuerst war ich als Fotograf unterwegs und die Reise galt als Erfahrung für mich selbst. Afghanistan wurde dank seinen gastfreundlichen Menschen schnell zu meinem Lieblingsland, und schnell wurde mir klar, dass das halbe Land zwar ein Sicherheitsrisiko darstellte, die andere Hälfte aber vom Tourismus unberührt und einfach nur friedlich war. So wurde ich Reiseleiter in meiner eigenen Firma und brachte die ersten Touristen ins Land. Die Sicherheitslage war für diese Touren weniger ein Problem als der Umstand, dass nur abgefahrene Reifen erhältlich waren und eine Reifenpanne die nächste jagte – in einer Gegend, die eh von Minen übersät war. Entstanden sind in dieser Zeit viele neue Freundschaften und viele einzigartige Fotos aus einer Zeit, als Tourismus in Afghanistan ein Fremdwort war.

Schliesslich konnte ich dank vielen Vorträgen in der Schweiz die Finanzierung eines Schulhauses und von Medikamenten für 50’000 Bewohner der Region Jalalabad sicher stellen. Mein Schulhaus steht rund 40 km ausserhalb von Kabul im Dorf Arkhandi, und dort gehen täglich rund 1200 Schülerinnen und Schüler zur Schule. Die Sicherheitslage lässt seit 2003 meine Rückkehr nicht mehr zu, und seither bin ich nie mehr zu meinem Schulhaus zurückgekehrt. Aber Hauptsache das Schulhaus leistet seinen Dienst und sorgt für die Bildung in einem friedfertigen Dorf, wo die Schule 20 Jahre zuvor zerbombt wurde.